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Sim Tactics - Waffen 21.01.03

Waffensysteme der F-16

Zusammenfassung und Übersetzung von Kaan "Predator"
Proof reading von Felix "Magic"

Diese Zusammenfassung der verschiedenen Waffensysteme die zusammen mit der F-16 zum Einsatz kommen soll einen kleinen Überblick verschaffen. Ich habe mich auf die in der Simulation vorkommenden Modelle beschränkt.

Allgemeines

Die Wafffen lassen sich in Air-to-Air (A-A) und Air-to-Ground (A-G) unterteilen. Es wird euch auffallen, dass die F-16 nur einen sehr kleinen Teil des US A-A Waffenarsenals verwendet: AIM-9 "Sidewinder" und AIM-120 "AMRAAM". Weiter unten auf dieser Seite ist dann auch eine Zusammenfassung der A-G Waffensystem mit Einsatzzweck.

 
 
 
 
 
 
 
 



A-A Waffensysteme

AIM-9 "Sidewinder"

AIM-9 Sidewinder

Die AIM-9 Sidewinder ist eine überschallschnelle wärmesuchende Luft-Luft Rakete. Sie verfügt über einen hochexplosiven Sprengkopf und einem aktiven Infrarot Lenksystem. Die Sidewinder wurde ursprünglich von der U.S. NAVY zur Flottenluftverteidigung entwickelt und später von der U.S. AIR FORCE für den Einsatz mit Kampfflugzeugen umgerüstet.

Die AIM-9 besteht hauptsächlich aus einem Infrarot Suchsystem, dem Sprengkopf, einem aktiven optischen Zielerkennungssystem und einem Raketenantrieb. Das Infrarot Lenk- und Suchsystem der Sidewinder ist billiger als jedes andere Lenk- und Suchsystem und ermöglicht den Einsatz bei Tag und Nacht sowie unter intensiven Störmaßnahmen. Außerdem ermöglicht es dem Piloten die Rakete abzufeuern und das Kampfgebiet zu verlassen während die Rakete ihr Ziel von selbst anfliegt.

Die AIM-9P, eine Weiterentwicklung der AIM-9J "Juliet", hat eine weiterentwickeltes Antriebssystem das die Reichweite erhöht und eine verbesserte Elektronik für größere Zuverlässigkeit und bessere Wartung. Die Auslieferung dieser Modelle begann 1978.

Die AIM-9M "Mike" ist im Moment das einzige im Dienst befindliche Modell der Sidewinder Serie. Die AIM-9M kann aus allen Richtungen auf das gegnerische Flugzeug abgefeuert werden. Es wurden Verbesserungen an dem Infrarot Zielsuchsystem vorgenommen die es ermöglichen die Rakete auch unter intensivsten Störmaßnahmen einzusetzen. Außerdem kann die Elektronik Hintergrundrauschen besser filtern wodurch eine Verbesserung in der Aufschaltung erreicht wurde. Der neue Raketenantrieb produziert zudem weniger Rauch was wiederum das Entdecken der Rakete im Flug extrem schwer gestaltet. Die ersten M Exemplare wurden 1983 ausgeliefert.

Hersteller: Raytheon zusammen mit Loral Martin
Abschussgewicht: 85.5 kg
In Dienst gestellt: 1956
Stückpreis (geschätzt): 84,000 USD

AIM-120 "AMRAAM"

AIM-120 AMRAAM

Die AIM-120 Advanced Medium-Range Air-to-Air Missile (AMRAAM) gehört zu der neuen Generation von Luft-Luft Rakete. Sie kann unter jeden Wetterbedingungen eingesetzt werden und verfügt über Beyond-Visual-Range Eigenschaften.

Die AMRAAM ist der direkte Nachfolger der AIM-7 "Sparrow" ist aber schneller, kleiner, leichter und kann gegen tief fliegende Ziele besser eingesetzt werden. Die AIM-120 verfügt über ein aktives Radarsystem mit einer Trägheitsreferenzeinheit und einem Mikrocomputer. Damit ist die Rakete in der Lage unabhängig vom abfeuernden Flugzeugen zu agieren. Sobald die AMRAAM in die Nähe eines Zielobjektes kommt berechnet der Computer mit Hilfe des eigenen Radarsystems selbstständig einen Abfangkurs. Dadurch ist der Pilot des abfeuernden Flugzeuges in der Lage mehrere Raketen auf unterschiedliche Ziele abzufeuern und sich anschließend aus dem Kampfgebiet zu entfernen.

Die AIM-120 AMRAAM ist ein kampferprobtes Waffensystem mit dem zwei Abschüsse während der Operation Southern Watch und ein Abschuss über Bosnien bestätigt wurden.

Es gibt drei Varianten der AMRAAM, die AIM-120A/B/C. Alle Varianten kommen auf F-15 "Eagle" und F-16 "Fighting Falcon" Kampfflugzeugen der U.S. AIR FORCE zum Einsatz.

Hersteller: Hughes Aircraft Co. und Raytheon Co.
Abschussgewicht: 150.75 kg
Zielsuchsystem: Aktiver Radar (Terminalphase) / Trägheitssteuerung (Flug)
In Dienst gestellt: September 1991
Stückpreis: 386,000 USD


A-G Waffensysteme

AGM-65 "Maverick"

AGM-65 MAVERICK

Die AGM-65 "Maverick" ist eine taktische Luft-Boden Lenkwaffe die für CAS (Close Air Support), Unterbindung (Interdiction) und Abwehrunterdrückung konzipiert ist. Die Maverick ist eine Abstandswaffe mit sehr hoher Trefferquote gegen eine große Anzahl von taktischen Zielen wie gepanzerte Fahrzeuge, Luftabwehrstellungen, Schiffe, Transporter und Treibstoffdepots.

Die AGM-65 ist durch die modulare Bauweise sehr flexibel einsetzbar. Unterschiedliche Kombinationen von Zielsuchsystemen mit verschiedenen Sprengkopf- und Antriebsarten ermöglichen es die Maverick für ein Vielzahl von Einsätzen zu konfigurieren. Alle Maverick Varianten besitzen einen Feststoffantrieb der mit elektro-optischen (EO), infraroten (IR) oder lasergesteuerten Zielsuchsystemen kombiniert werden kann. Mit zwei Arten von Sprengköpfen die entweder bei Kontakt (56 kg) oder Zeit verzögert (136 kg) detonieren, können verschieden Zieltypen bekämpft werden. Die letztere Variante eignet sich besonders gut im Einsatz gegen sehr große und harte Ziele.

A-10, F-15E und F-16 Kampfflugzeuge können bis zu sechs Mavericks mitführen. Die Rakete hat "Launch-and-Leave" (manchmal auch "Fire-and-Forget" genannte) Eigenschaften die es dem Piloten erlauben sofort nach dem Abschuss Ausweichmanöver zu fliegen oder sofort ein neues Ziel anzugreifen. Die Maverick kann sowohl aus sehr großen Höhen als auch auf Baumwipfelhöhe abgefeuert werden. Sie kann ihr Ziel auf einer Distanz von einigen tausend Metern bis zu 13 nm (24 km) zerstören.

Das B Model ist mit einer elektro-optischen Kamera ausgestattet, die nach entfernen der Schutzabdeckung an der Spitze der Rakete automatisch aktiviert wird und ein Bild aus der Sicht des Zielsuchsystems ins Cockpit übermittelt. Der Pilot kann ein Ziel aussuchen, das Zielkreuz auf diesem Ziel zentrieren, es aufschalten und danach die Maverick abfeuern. Die Maverick B kann außerdem das Bild aus dem Zielsuchsystem optisch vergrößern und somit dem Piloten die Erkennung und Identifizierung von kleinen und entfernten Objekten erleichtern.

Das D Modell verfügt über ein Infrarot Zielsuchsystem und arbeitet sehr ähnlich wie die A und B Modelle mit der Ausnahmen, dass das Infrarotsystem bei schlechtem Wetter die besseren Bilder liefert und damit die Zielbestimmung erheblich erleichtert. Die D und G Modelle sind ebenfalls in der Lage, im Gegensatz zum B Modell, bei Dunkelheit eingesetzt zu werden.

Das G Modell ist im Grunde identisch mit dem D Modell. Es verfügt über das gleiche Zielsuchsystem mit etwas verbesserter Software die größere Ziele besser erkennen kann. Der Hauptunterschied zwischen dem D und G Modell ist der Sprengkopf; das G Modell hat einen schweren Durchdringungssprengkopf der Zeit verzögert detoniert wohingegen die B und D Modelle nur einen kegelförmigen Kontaktsprengkopf haben.

Das A Modell wurde im August 1972 von der U.S. AIR FORCE ins Waffenarsenal aufgenommen, wurde aber mittlerweile ausgemustert. Zusammen mit dem B Modell wurden insgesamt 25,750 Stück bestellt. Die U.S. AIR FORCE untersucht die Möglichkeit die ausgemusterten A Modelle in die fast überflüssig gewordene B Variante aufzurüsten die dann ein elektro-optisches Zielsuchsystem erhalten und die Bezeichnung AGM-65H tragen sollen.

Die erste AGM-65D wurde an die U.S. AIR FORCE im Oktober 1983 ausgeliefert und erhielt den Status "Operational" im Februar 1986. Einsatzfähige AGM-65Gs wurden 1989 an die U.S. AIR FORCE übergeben.

Hersteller: Raytheon Weaponsystems Co.
Abschussgewicht: AGM-65B 207.90 kg, AGM-65D 218.25 kg, AGM-65G 301.50 kg
Zielsuchsystem: AGM-65B elektro-optisch, AGM-65D/G infrarot
In Dienst gestellt: August 1972
Stückpreis: 17,000 - 110,000 USD (je nach Art)

AGM-88 "HARM"

AGM-88 HARM

Die AGM-88 HARM (High-Speed Antiradiation Missile) ist eine taktische Luft-Boden Rakete die für das Aufspüren und Zerstören von gegnerischen Radaranlagen konzipiert wurde.

Die HARM kann mit minimalem Piloteninput ihr Ziel suchen, angreifen und zerstören. Das proportionale Zielsuchsystem, mit fixierter Antenne an der Raketenspitze, ist in der Lage Radaremissionen selbstständig anzufliegen. Sie verfügt über einen rauchlosen Feststoffantrieb mit zwei Schubstufen. Im Moment ist im Inventar der U.S. AIR FORCE nur die F-16C, die EA-6B 'Prowler' sowie die F-18 'Hornet' (auch die 'Super Hornet'!) in der Lage diese Rakete mitzuführen und einzusetzen.

Die AGM-88 HARM ist ein Gemeinschaftsprojekt der U.S. AIR FORCE und U.S. NAVY.

Hersteller: Texas Instruments
Abschussgewicht: 360 kg
In Dienst gestellt: 1984
Stückpreis: 200,000 USD

Mk-20 "Rockeye"

Mk-20 Rockeye

Die Mk-20 "Rockeye" ist eine frei fallende, ungelenkte Splitterbombe die für den Einsatz gegen Panzer und gepanzerte Fahrzeuge gedacht ist. Das Waffensystem besteht aus einem muschelartigen Verteiler, mechanischen Mk-339 Zeit verzögerten und 247 zweifach verwendbaren, Panzerung durchschlagenden Mini-Bomben. Die Mini-Bomben wiegen 600 gram und haben eine 200 gram Sprengladung die beim Einschlag bis zu 17,000 atm Druck erzeugen können um damit bis zu 20 cm dicke Panzerungen zu durchschlagen. Die Rockeye ist besonders gut für den flächendeckenden Einsatz gegen gepanzerte Ziele geeignet. 1968 erstmal zum Einsatz gekommen, kann die Rockeye auch das aus der Luft verteilte "Gator" Minensystem über das Kampfgebiet verteilen. Währen Desert Strom wurden insgesamt 27,987 Rockeyes (MARINES 15828 Stück, AIR FORCE 5345 Stück, NAVY 6814 Stück) abgeworfen.

Hersteller: -
Stückpreis: 3,500 USD

Mk-82/BSU-49

Mk-82

Die Mk-82 ist eine Allzweck (GP - General Purpose) 500 Pfund ( 226 kg) Freifallbombe die üblicherweise mit M904 (Spitze), M905 (Schwanz) oder FMU-113 Annäherungszündern ausgestattet sind. Die Mk-80 Bombenserie mit geringem Luftwiderstand (Low Drag General Purpose Bombs - LDGPB) werden in Situationen eingesetzt wo ein Maximum an Sprengwirkung benötigt wird. Das Gehäuse dieser Bomben ist relativ leicht und etwa 45% des Gesamtgewichtes rührt vom Sprengstoff her. GP-Bomben können Zünder an der Spitze und im Schwanz enthalten und werden mit konischen oder zurückgezogenen Stabilisierungsflächen kombiniert.

Die BSU-49/B (eigentlich nur die Bezeichnung für den Stabilisator) ist eine Mk-82 dessen Stabilisierungsfläche sehr hohen Luftwiderstand erzeugt um die Bomben bei hoher Geschwindigkeit und niedriger Höhe abwerfen zu können. Die Stabilisierungsfläche besteht aus einem Kanister mit niedrigem Luftwiderstand der einen "Ballute", eine Kombination aus Ballon und Fallschirm, enthält. Die Bombe kann, je nach Einsatzart, vom Piloten im Low-Drag-Mode oder High-Drag-Mode ausgelöst werden, wobei im Low-Drag-Mode der Kanister mit dem Ballute während des gesamten Falls geschlossen bleibt.

Die Mk-82 und Mk-83 Serie LDGP Bomben wurde einer Product Improvement Initiative (PII) unterzogen und enthalten nun weniger sensiblen Sprengstoff. Mit dem neuen Sprengstoff gefüllt werden die Bomben als BLU-111/B und BLU-110/B bezeichnet.

Hersteller: Nad Crane
Gewicht: 226 kg
In Dienst gestellt: 1950
Stückpreis: 270 USD

Mk-84/BSU-50

Mk-84

Die Mk-84 ist, ähnlich wie die Mk-82, ein Frei fallende 907 kg schwere GP Bombe. Die Mk-84 AIR (Air Inflated Retarder) ist eine Mk-84 mit BSU-50/B Stabilisator der den gleichen Effekt wie der BSU-49/B Stabilisator mit der Mk-82.

Hersteller: Nad Crane
In Dienst gestellt: 1950
Stückpreis: 3,100 USD

BLU-107 "Durandal"

BLU-107 Durandal

Die "Durandal" wurde vom französischen Unternehmen MATRA für den speziellen Einsatz zur Zerstörung von Start- und Landebahnen entwickelt. Sobald nach dem Abwurf die Bombe mit einem Fallschirm abgebremst wurde und eine vertikale Flugbahn eingenommen hat, zündet der Raketenantrieb und stößt die Durandal unter die Landebahn. Ein Zünder bringt den Sprengkopf zeitverzögert zur Explosion. Der Sprengkopf ist so ausgelegt, dass 40 cm dicker Beton durchbrochen werden kann um einen 200 Quadratmeter großen Krater in die Landebahn zu sprengen. Dieser Krater ist schwieriger zu reparieren als Einer der mit normalen Allzweckbomben entstehen würde.

Hersteller: Matra (Frankreich)
Stückpreis: -

BLU-109

BLU-109

In den BLU Bombenserien wird PBNX-109 als Sprengstofffüllung verwendet. Die BLU-109A/B wird zusammen mit GBU-24 und GBU-31(V)4/B als Spezialbomben aus Stahllegierungen gegen verstärkte Ziele wie Bunker eingesetzt. Die BLU-109/B (I-2000) ist eine 2000 Pfund (907 kg) schwere Bombe mit schmalem Design und einem wesentlich härteren Gehäuse als die normale Mk-84. Das Gehäuse besteht aus 2.5 cm dicken, zugfestem Stahl. Während Desert Storm wurde die BLU-109 immer mit einer Lasersteuerung ausgerüstet.

Hersteller : Lockheed Missiles & Space
Stückpreis: 2,126 USD (nur der Sprengkopf)

CBU-52

CBU-52

Die CBU-52 ist eine, mit 220 Anti-Material bzw. Anti-Personal Minibomben gefüllte, 356 kg schwere Bombe. Sie kann mit einer Vielzahl von Annäherungszündern oder mechanichen Zeitzündern kombiniert werden. Die Minibomben sind 1.22 kg schwere Stahlkugeln die mit 300 gr hochexplosivem Sprengstoff gefüllt sind.

Die CBU-52, CBU-58 und CBU-71 verwenden alle SUU-30 Verteiler die längs ihrer Achse in zwei Kammern aufgeteilt ist. Die Kammern sind in ihrer zur Achse gewandten Seit verstärkt um bei der Sprengung so die Minibomben in der gewünschten Richtung zu verteilen. Sobald die Bombe ausgeklingt wird macht ein Mechanismus die Bombe scharf und aktiviert die Zeitverzögerung. Wenn die Bombe gezündet wird entriegelt sich der Verschluss der zwei Kammern und der Luftwiderstand reisst die die Abdeckung auseinandern. Die darin enthaltenen Minibomben werden in der Luft verteilt. Während des Golf Krieges wurden über 17,800 CBU's abgeworfen.

Hersteller: -
Stückkosten: 1,550 USD

CBU-58

CBU-58

Die CBU-58 ist mit 650 Minibomben beladen und hat die gleichen Eigenschaften wie die CBU-52. Die Minibomben beinhalten 5 gr Titaniumkügelchen die als Brandbomben dienen und so den Einsatz gegen brennbare Ziele ermöglichen.

Hersteller: -
Stückpreis: 2,900 USD

CBU-87 CEM

CBU-87 CEM

Die CBU-87 ist eine 453 kg schwere Combined Effects Munition (CEM), also eine effektkombinierte Munition, die für den Einsatz gegen ungepanzerte Ziele konzipiert ist. Sie ist eine von Flugzeugen abgeworfene Allzweckstreubombe mit einem SW-65 taktischen Minibombenverteiler (mit 202 Minibomben gefüllt) die optional mit einem Annäherungszünder kombiniert werden kann. Die Stahloberfläche der Minibomben ist so bearbeitet, dass sie während der Explosion in ungefähr 300 Teile mit bestimmter Form zerspringen und so die optimale Waffe gegen Personal und leicht gepanzerte bzw. ungepanzerte Ziel darstellen. Der effektive Radius der CBU-87 beträgt ungefähr 200 x 400 Meter. Die Minibomben sind zylindrisch, ungefähr 20 cm lang und haben einen Durchmesser von knapp 6 cm. Fabrikneue Minibomben sind Gelb.

Hersteller: Aerojet General zusammen mit Honeywell
Stückpreis: 14,000 USD

CBU-97 SFW

CBU-97 SFW

Die CBU-97 SFW (Sensor Fused Weapon) ist eine 453 kg schwere Streubombe mit sensorgesteuerten Minibomben um gepanzerte Ziele anzugreifen. SFW's sind die bevorzugten Waffen für die U.S. AIR FORCE um feindliche Panzereinheiten anzugreifen die sich in einer Haltephase befinden um den eigenen Einheiten Zeit zu geben in das Kampfgebiet zu kommen und einzugreifen.

Das Herzstück dieser Waffe ist ein SUU-66/B Tactical Munitions Dispenser (TMD) (taktischer Munitionsverteiler) mit 10 BLU-108/B's die je 4 Stück wie 'Hockey Pucks' geformte mit Infrarotdetektoren ausgestatte Minibomben enhalten. Die CBU-97 ist für eine Überfluggeschwindigkeit von 250 bis 650 Knoten und eine Abwurfhöhe von 200 Fuss Above Ground Level (AGL) bis 20,000 Fuss Mean Sea Level (MSL) ausgelegt. Der effektive Radius der CBU-97 wird zwar mit knapp 150 x 370 m angegeben, jedoch haben Tests gezeigt, dass die Minibomben zum zersplittern neigen und die Verteilung ungleichmässig ist. Entgegen der Joint Munitions Effectiveness Manual (JMEM) Annahme, dass die Munition gleichmässig verteilt wird, reduziert der Splittereffekt den effektiven Radius und es werden wahrscheinlich mehr von diesen Bomben notwendig sein um alle Ziele zu zerstören als vom JMEM angenommen wird.

Die CBU-97 SFW ist dafür ausgelegt weiträumig verteilte, gepanzerte Ziele von der Luft aus anzugreifen und gezielt zu zerstören. Nach dem Abwurf öffnet sich der TMD und die 10 BLU-108/B's werden ausgeworfen um mit einem Fallschirm stabilisiert zu werden. Auf einer vorher eingestellten Höhe (per Altimeter erkannt) wird ein Raketenmotor gezündet um die BLU-108/B auf Höhe zu katapultieren wo die 4 Minibomben in der Luft, hoch über dem Zielgebiet, verteilt werden. Die Sensoren jeder dieser Minibomben können die Infrarotsignatur von Zielobjekten orten und schiessen in diesem Fall einen panzerdruchschlagenden Sprengkopf auf das Objekt. Falls in einem vordefiniertem Zeitintervall kein Ziel geortet wird explodieren die Minibomben von selbst.

Hersteller: -
Stückpreis: 360,000 USD




GBU-10 "Paveway II"

GBU-10 Paveway

Die GBU-10 (Guided Bomb Unit - 10) verwendet eine 907 kg GP Bombe (Mk-84) oder einen druchschlagenden Sprengkopf (BLU-109). Der Pilot (oder auch Bodentruppen) "beleuchtet" (illuminates) das Ziel und wirft die Bombe ab. Diese peilt selbstständig die vom Zielobjekt reflektierte Laserenergie an und steuert auf das Ziel zu. Die GBU-10 wird aus der Kombination von Mk-84 Bomben mit dem Paveway II Lasersteuerungssystem gebaut, wogegen in der GBU-10I die BLU-109 zu Einsatz kommt, wenn es notwendig ist das Zielobjekt zu durchschlagen um es zu zerstören.

Während Desert Storm wurde diese Waffe zum ersten Mal benutzt und hatte, lauf U.S. AIR FORCE, eine Treffergenauigkeit von 78%.

Die GBU-10 LGB's (Laser Guided Bomb) gibt es in zwei Varianten. Einmal in der Paveway I Ausführung mit fixierten Steuerflächen und in der Paveway II Ausführung mit einklappbaren Steuerflächen. Zusätzlich ist die Paveway II in den folgenden Punkten verbessert worden: Detektoroptik und -ummantelung sind aus Plastik und werden im gesnutzt um Gewicht einzusparen und Kosten zu reduzieren, verbesserte Detektoren, grössere Flügelanstellwinkel, Laserkodierung, klappbare Steuerflächen, um 30% vergrössertes Detektorsichtfeld.

Hersteller: -
Reichweite: 8 nm
Genauigkeit: +/- 9 m
Stückpreis: 23,700 USD

GBU-12 "Paveway II"

GBU-12 Paveway II

Die GBU-12 ist eine 226 kg schwere GP Bombe (Mark-82), lasergesteuerte allzweck Lenkwaffe, die die geleichen Eigenschaften wie die GBU-10 besitzt.

Zum ersten Mal kamm sie während Desert Storm zum Einsatz und hatte, lauf U.S. AIR FORCE, eine Trefferquote von 88%.

Hersteller: Texas Instruments
Reichweite: 8 nm
Genauigkeit: +/- 9 m
Stückpreis: 19,000 USD



GBU-24 "Paveway III"

GBU-24 Paveway III

Die GBU-24 LLLGB (Low Level Laser Guided Bomb) ist eine 907 kg schwere Bombe mit Mk-84 oder BLU-109 Sprengkopf die mit dem Paveway III Niederenergie-Laser Lenksystem kombiniert wird um Proportionalsteuerung anstelle von Bang-Bang-Steuerung der Paveway II zu ermöglichen. Die LLLGB wurde entwickelt um die neuen und verbesserten Abwehrmassnahmen der Gegner zu kontern. Ausserdem ermöglichen Verbesserungen gegenüber der Paveway II einen Angriff beim Tiefflug und aus grösserer Entfernung. Dank der grösseren Steuerflächen haben sich die Leistungswerte in allen Abwurfmodi verbessert und geben der GBU-24 ein Abstandswaffenkapazität von mehr als 10 nm. Zusätzlich wurden auch Verbesserungen in der Suchersensibilität und im Sichtfeld des Zielsuchsystems vorgenommen.

Der Pilot (oder auch Bodentruppen) beleuchten das Ziel und die Bombe steuert dieses Ziel nach dem Ausklinken selbstständig an. Eine mögliche Abwurftechnik ist das tiefe Anfliegen und einige Kilometer vor dem Ziel hochziehen um die GBU in die Höhe zu katapultieren (diese Technik wird 'Loft Attack (from low altitude)' genannt). Jedoch manövriert die Paveway II Steuerung die GBU ausserhalb der Abwurfparameter, falls die reflektierte Laserenergie zu früh erfasst wird. Dabie fliegt die Bombe das Ziel zu tief an und schlägt deshalb zu früh ein.

Die GBU-24 Paveway III reagiert auf zu früher Laserenergieerfassung nicht so sensibel. Bei richtigem Abwurf wird die Paveway III einen stabilen Horizontalflug beginnen aber trotzdem das Ziel anpeilen können. Falls das Zielsuchsystem keine reflektierte Laserenergie entdecken kann fliegt die Bombe weiter und schlägt hinter dem potentiellen Ziel ein, anstatt davor. Dadurch würden eigene Stellungen durch die Bombe überflogen.

Hersteller: -
Reichweite: 10+ nm
Stückpreis: 55,600 USD



LAU-3

LAU

Raketenbehälter bieten Flugzeugen und Hubschraubern ein gute Möglichkeit Raketen zu befördern und abzuschießen. Das NAVY 2.75 inch Raketensystem verwendet die mit 19 Raketen bestückten LAU-61C/A und LAU-69 Serien sowie die mit sieben Raketen bestückten LAU-32 und LAU-68D/A Abschussbehälter. Alle dieser Abschussbehälter, deren Produktion im Juni 1985 anfing, sind thermal isoliert um die "Cook-Off" Dauer zu verlängern. Die U.S. ARMY setzt die HYDRA 70 Raketen zusammen mit den M261 Abschussbehältern (19 Raketen) in der AH-64A APACHE/AH-64D APACHE LONGBOW ein während die AIR FORCE LAU-130/A Abschussbehälter verwendet. Die AH-1G COBRA und UH-1B HUEY sind mit M200 Abschussbehältern bestückt (19 Raketen). Die F-5 TIGER II war auch mit der LAU-3 ausgerüstet die jetzt von den AV-8B HARRIER II verwendet werden.

Die LAU-61C/A (19 Raketen) sind mit einer thermalen Isolierung versehen und können ihre Raketen einzeln (single) oder in Serie (ripple) abschießen. Im Ripple Modus können innerhalb einer Minute alle 19 Raketen abgefeuert werden.

Die Abschussrampe besteht aus 19 Aluminium Abschussrohren die aneinander befestigt und mit einer Aluminium Haut überzogen werden. Über ein 28 Volt Schaltkreis in der Mitte der Rampe wird der Abschussmechanismus an den Waffenschaltkreisen des Trägersystems (Flugzeug oder Hubschrauber) angeschlossen.

Hersteller: -
Stückpreis : 1,000 - 2,000 USD (geschätzt)


Einsatzzwecke von A-G Waffensystemen

Freifallbomben

Lenkwaffen

Streubomben